RKG bringt den Favoriten ASV Schorndorf an den Rand der Niederlage

RKG bringt den Favoriten ASV Schorndorf an den Rand der Niederlage

12. Sept. 2026 · RKG Team

*Was war das für ein Kampfabend!

Was war das für ein Kampfabend in der Fritz-Mannherz-Halle! Unsere junge Mannschaft ging mit voller Energie auf die Matte und vom ersten Moment an war spürbar: Dieser Abend sollte etwas Besonderes werden. Die Halle war voller Emotionen, die Fans standen hinter unserem Team und der powervolle Spirit der RKG war in jeder Minute zu spüren.
Nach dem Sieg unserer Oberligamannschaft im
Vorkampf mit 18:16 gegen den KSV Graben-Neudorf sollte am Freitagabend der nächste Erfolg auf das RKG-Konto. Und lange Zeit sah es tatsächlich danach aus, als könnte unsere junge Mannschaft dem großen Favoriten ASV Schorndorf ein Bein stellen.
Der Deutsche Meister von 2024 hatte unsere Mannschaft offenbar etwas unterschätzt und trat mit einer Auswahl aus deutschen Spitzenringern und internationalen Topathleten an. 
*Traumstart für die RKG*
Den Auftakt machte Dario Dittrich – und der legte direkt ein echtes Feuerwerk hin! Mit einer bärenstarken Vorstellung gegen Ianis Lupu sicherte er der RKG die ersten vier Mannschaftspunkte.
Anschließend bekam es unser 130-kg-Athlet Abdul mit dem deutschen Olympiateilnehmer Jello Krahmer zu tun. Leider musste sich unser Ringer etwas unglücklich mit 0:3 Mannschaftspunkten geschlagen geben.
Dann kam es zum Duell zweier DRB Spitzennachwuchstalente: Christiano Liebzeit traf auf Timur Demir. Christiano hatte über weite Strecken des Kampfes die Oberhand und kontrollierte das Geschehen. Doch eine kleine Unaufmerksamkeit in der letzten Minute nutzte Demir eiskalt aus und sicherte sich den knappen Sieg mit 2:1. 
Für eine echte Überraschung sorgte die RKG anschließend in der Klasse bis 98 kg. Mit dem erfahrenen internationalen Topathleten Akhmed Magamaev hatte man einen Trumpf aus dem Ärmel gezogen. Er ließ nichts anbrennen und holte mit einer souveränen Leistung vier Mannschaftspunkte für die RKG.
Auch auf Sergiu war einmal mehr Verlass. Mit technischer Überlegenheit sicherte auch er vier Mannschaftspunkte.
Damit stand zur Pause tatsächlich ein sensationelles 12:4 für die RKG auf der Anzeigetafel!
**Die Halle kochte*
Nach der Pause kam es zum absoluten Spitzenduell: Denis Kudla traf auf den Weltklasseathleten Ahmet Yilmaz. Kudla zeigte eine bärenstarke Leistung und erkämpfte sich mit einem 2:2 den Sieg und damit weitere wichtige Punkte für die RKG.
Anschließend musste sich Luis Greif dem Schorndorfer Athleten Ruslan Kudrynets geschlagen geben. Auch Luis zeigte eine starke Leistung. Ihm wurden aus Sicht der RKG mögliche Wertungen durch umstrittene Entscheidungen des Kampfrichters nicht zugesprochen. Am Ende stand so eine unglückliche 1:7-Niederlage auf dem Papier.
Maxim Fricatel  lieferte sich anschließend einen heißen Kampf mit dem amtierenden Deutschen Meister Stas David Wolf. Bis zum Schluss blieb die Begegnung spannend, doch am Ende gingen die Punkte mit einer 4:7-Niederlage an die Spartaner.
Auch Maik Braun zeigte großen Einsatz im Kampf gegen Burak Salviz. Doch auch ihm fehlte am Ende das entscheidende Quäntchen Glück. Mit 2:6 musste er sich geschlagen geben.
Damit wurde es dramatisch: Vor dem letzten Kampf führte die RKG noch immer mit 13:10.
Drama bis zur letzten Sekunde
Nun lag die Entscheidung auf den Schultern unseres gerade einmal 18-jährigen Artur Amoyan. Ihm gegenüber stand niemand Geringeres als der amtierende Weltmeister Ghanem.
Und Artur machte von Beginn an klar, dass er sich nicht verstecken würde.
Schon nach wenigen Sekunden war offensichtlich, dass Ghanem die benötigten vier Mannschaftspunkte nicht auf normalem Weg erreichen konnte. Der internationale Spitzenathlet versuchte deshalb, unseren jungen Ringer immer weiter an den Rand zu drängen und ihn in Situationen zu bringen, die eine Disqualifikation ermöglichen würde. 
Aus Sicht der RKG wurde diese angespannte Situation vom Kampfrichter jedoch nicht ausreichend erkannt. Auch die lautstarken Hinweise aus der Schorndorfer Ecke brachten den Kampfrichter nicht zum nachdenken und sorgten für zusätzliche Unruhe.
Nur 40 Sekunden vor Kampfende kam es schließlich zur entscheidenden und herausprovozierten Situation: Artur wurde disqualifiziert – und damit gingen die vier Mannschaftspunkte an Schorndorf. Aus dem vermeintlichen RKG-Sieg wurde somit doch noch eine 13:14-Niederlage.
Besonders bitter: Ghanem ist für eine solche Kampfführung bekannt. Umso ärgerlicher ist es für die RKG, dass die Situation aus unserer Sicht nicht souverän kontrolliert wurde.
*Kopf hoch, Jungs!*
Eines steht jedoch fest: Unserem Arthur können wir absolut keinen Vorwurf machen. 
Ganz im Gegenteil. Als gerade einmal 18-jähriger Sportler gegen einen amtierenden Weltmeister auf die Matte zu gehen und sich von einem solchen Namen nicht beeindrucken zu lassen, zeigt echten Ehrgeiz, Mut und unbedingten Siegeswillen.
Erfahrene Spitzenringer wissen genau, dass Arthur ein motivierter und entschlossener Gegner ist. Diese Einstellung wird ihn in den kommenden Jahren noch weit bringen.
Und genau deshalb können wir trotz der bitteren Niederlage stolz auf unsere Mannschaft sein.
Wir haben gezeigt, dass wir mit einem der größten Vereine Deutschlands mithalten können. Wir haben den Favoriten ASV Schorndorf an den Rand einer Niederlage gebracht und bis zum letzten Kampf um den Sieg gekämpft.
Am Ende fehlten Kleinigkeiten, etwas Glück – und aus unserer Sicht leider auch die nötige Konsequenz in der entscheidenden Situation.
Doch eines hat dieser Abend eindrucksvoll gezeigt:
*Die RKG ist da*. Unsere jungen Sportler haben Herzblut, Leidenschaft und Kampfgeist gezeigt.
Deutschland hat gesehen, was in dieser jungen Mannschaft steckt.
Kopf hoch, Jungs! Wir sind stolz auf euch. 💙🔥
Der Kampf ist verloren – aber unsere Mannschaft hat an diesem Abend viele neue Fans gewonnen.

* Bild: Werner Klefenz

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