Die RKG Reilingen-Hockenheim muss sich beim Auswärtskampf in Lichtenfels mit 7:18 geschlagen geben. Ein Abend, an dem vieles gegen die Mannschaft lief und zahlreiche Punkte unglücklich verloren gingen. Doch trotz der Niederlage ist im Kampf um die begehrten Play-off-Plätze noch nichts entschieden.
Es sollte einfach nicht sein: Schon von Beginn an stand der Kampfabend für die RKG Reilingen-Hockenheim unter keinem guten Stern. Der AC Lichtenfels schickte zum Auftakt der Rückrunde seine absolute Topmannschaft auf die Matte. Schließlich geht es in der entscheidenden Saisonphase um die begehrten elf Play-off-Plätze – und die Gastgeber wollten dafür wichtige Punkte sammeln.
Den Auftakt machte RKG-Eigengewächs Lenny Wörner, der sich dem kasachischen Routinier Marlan Mukashev mutig entgegenstellte. Lenny zeigte einen bärenstarken Kampf und hielt gegen den erfahrenen Kontrahenten gut dagegen. Bei einem Durchdreher wurde er jedoch unglücklich gekontert und musste sich letztlich per Schultersieg geschlagen geben. Auch Kay Schall bekam es mit dem international erfahrenen Gegner Kosciolek aus Polen zu tun und konnte sich nicht entscheidend durchsetzen. Weitere vier Mannschaftspunkte gingen an die Gastgeber.
Für einen spektakulären Auftritt sorgte anschließend Sergiu Lupasco, der einmal mehr mit sehenswerten Griffen begeisterte. Nach einer deutlichen 11:0-Führung schien der Kampf bereits entschieden, doch auch er wurde unglücklich gekontert und musste eine Schulterniederlage gegen Ilir Sefaj hinnehmen. Keymi Rothweiler bekam es mit dem starken Georgier Giorgi Melia zu tun. Dank seines starken Kampfgeistes und konsequenten Dagegenhaltens konnte er die Niederlage auf drei Mannschaftspunkte begrenzen.
Auch Vatslav Vashedskyi hatte vor der Pause kein Glück. Durch einen unglücklichen Konter musste er sich mit 1:3 Mannschaftspunkten gegen Erik Wagner geschlagen geben. Damit stand die RKG zur Halbzeit weiterhin ohne eigenen Punktgewinn da – ein Zwischenstand, der den bisherigen Kampfverlauf nur teilweise widerspiegelte.
Ein Comeback mit Kampfgeist:
Für einen echten Wow-Moment sorgte nach der Pause Freistiltrainer Ion Cernean. Nach fünf Jahren ohne Kampf stellte er sich selbst für die Mannschaft auf die Matte und bewies eindrucksvoll, dass sein Kampfgeist ungebrochen ist. Mit großem Willen sicherte er der RKG die ersten beiden Mannschaftspunkte des Abends. Er besiegte Anthony Sanders mit 7:3.
Auch Maxim Fricatel lieferte sich einen engen Kampf, musste sich jedoch in den letzten Sekunden unglücklich mit 4:6 gegen Vadim Sacultan geschlagen geben. Damit ging ein weiterer sicher geglaubter Punktgewinn verloren. Der junge Artur Amoyan zeigte anschließend eine starke Leistung gegen den frisch gebackenen U23-Vizeweltmeister Levente Levai. In einem engen Duell fehlte am Ende nur wenig – Artur unterlag knapp mit 1:2 Mannschaftspunkten.
Der Kampf von Luis Greif nahm einen unerwartet schnellen Verlauf. Nachdem er sich bereits eine deutliche 8:0-Führung erarbeitet hatte, verletzte sich sein Gegner bei einer Aktion, sodass er den Kampf nicht mehr fortsetzen konnte. Somit fand die Begegnung ein vorzeitiges Ende.
Zum Abschluss sorgte Aren Israelyan noch einmal für einen positiven Akzent und steuerte einen Mannschaftspunkte zum Endergebnis bei.
Am Ende stand eine 7:18-Niederlage auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis, das den bitteren Verlauf dieses Kampfabends unterstreicht. Mehrfach hatte die RKG aussichtsreiche Positionen erarbeitet, doch unglückliche Konter, knappe Entscheidungen und unerwartete Niederlagen verhinderten eine bessere Ausbeute.
Mund abwischen und weitermachen!
„Es war einfach nicht unser Abend. Wir haben gekämpft, starke Aktionen gezeigt und uns immer wieder gute Ausgangspositionen erarbeitet. Leider sind uns zu viele Punkte unglücklich durch die Finger gerutscht“, lautet das ernüchternde Fazit dieses Kampfabends.
Trotz der Niederlage gilt es nun, den Blick nach vorne zu richten. Die RKG steht aktuell auf Tabellenplatz zwölf. Der Rückstand auf die begehrten Play-off-Plätze ist eine Herausforderung, aber noch ist nichts verloren. Die Mannschaft wird die Köpfe nicht hängen lassen und weiterhin alles daransetzen, sich die Chance auf die Endrunde zu erkämpfen.
Jetzt heißt es: Mund abwischen, aus den Fehlern lernen und als Team noch enger zusammenrücken. Denn gerade nach einem solchen Abend wird sich zeigen, was die RKG auszeichnet – Zusammenhalt, Kampfgeist und der unbedingte Wille, niemals aufzugeben.
Bild: Fotograf Gunther Czepera -
Presse Lichtenfels