Ein Kampfabend der Extraklasse in der heimischen Fritz-Mannherz-Halle: Die RKG Reilingen-Hockenheim hat am Samstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die erfolgreiche Entwicklung des Vereins nicht nur auf der Bundesliga-Mannschaft basiert. Von der Schülermannschaft über die Oberliga bis hin zur 1. Bundesliga feierten alle drei Teams überzeugende Siege – ein echter Dreierpasch für die RKG.
Nachwuchs legt eindrucksvoll vor
Den Auftakt machten die jüngsten RKG-Ringer. Gegen die Schüler aus Daxlanden zeigte der Nachwuchs von Beginn an, dass die intensive Trainingsarbeit Früchte trägt. Mit einem souveränen 38:8-Erfolg setzte sich die Mannschaft deutlich durch und steht damit verdient an der Tabellenspitze ihrer nordbadischen Schülergruppe.
Für den Verein ist diese Entwicklung ein besonders wichtiger Baustein. Denn eine erfolgreiche Bundesliga-Mannschaft braucht einen starken Unterbau. Junge Talente müssen frühzeitig gefördert, an den Leistungssport herangeführt und langfristig an den Verein gebunden werden. Genau diese Entwicklung ist bei der RKG derzeit deutlich sichtbar.
Auch die Oberliga übernimmt die Tabellenführung
Anschließend legte die Oberliga-Mannschaft nach. Gegen den KSV Nieder-Liebersbach gelang ein beeindruckender 27:3-Erfolg. Damit sicherte sich auch die zweite Mannschaft die Tabellenführung in der Oberliga Nordbaden.
Die beiden deutlichen Siege des Nachwuchses und der Oberliga zeigen, dass die RKG in der Breite hervorragend aufgestellt ist. Für die Verantwortlichen ist dies ein Beleg dafür, dass die Nachwuchsarbeit und das Konzept des Vereins funktionieren.
Denn was nützt eine Bundesliga-Mannschaft, wenn darunter keine jungen Talente aufgebaut werden, die eines Tages selbst vor heimischem Publikum auf der großen Matte stehen können? Die RKG zeigt aktuell, wie wichtig dieser Weg ist – und wie erfolgreich er sein kann.
Bundesliga-Team macht den Dreierpasch perfekt
Um 19:30 Uhr war dann die 1. Mannschaft gefordert. Gegner war der AC Heusweiler. Und auch hier entwickelte sich ein Kampfabend, der den zahlreichen Zuschauern einiges zu bieten hatte.
Den Anfang machte Dario Dittrich, der in einem Kampf auf Augenhöhe am Ende die Oberhand behielt und wichtige Punkte für die RKG sammelte.
Anschließend sorgte Albert Vadanian für einen spektakulären Moment. In der 130-kg-Klasse gelang ihm mit einem sehenswerten Kopfhüftschwung eine Aktion, die in dieser Gewichtsklasse alles andere als alltäglich ist. Vardanyan setzte konsequent nach und belohnte sich mit einem Schultersieg.
Im 66-kg-Limit bekam es Vatslav Vashedskyi mit dem routinierten Vladimir Berenhart zu tun. In einem engen Duell bewies Vashedskyi Nervenstärke und sicherte sich am Ende ganz knapp den Sieg.
Weniger glücklich verlief der Kampf für Abdurrahim Sekmen. Der junge RKG-Athlet hielt gegen seinen starken 97kg-Gegner Moytaba Ziaei zunächst hervorragend dagegen und konnte diesem Paroli bieten. Bei einer Aktion verletzte er sich jedoch unglücklich am Fuß, sodass ein fester Stand nicht mehr möglich war. Am Ende musste sich Sekmen mit 0:3 Mannschaftspunkten geschlagen geben. Die RKG wünscht ihrem Athleten eine schnelle und gute Genesung.
Kurz vor der Pause zeigte Sergiu Lupasco einmal mehr, warum er aktuell zu den Top 3 der Bundesliga-Bestenliste gehört. Souverän sicherte er seiner Mannschaft 4:0 Mannschaftspunkte – und brachte die heimische Halle damit endgültig zum Beben.
Auch Denis Kudla ließ nach der Pause nichts anbrennen und setzte sich technisch überlegen durch gegen Leander Bode.
Andchließend war es Louis Greif, der die Zuschauer begeisterte. Mit gleich zwei spektakulären verkehrten Aushebern sammelte er wichtige Punkte und sicherte der RKG einen weiteren 3:0-Erfolg.
Eine besondere Herausforderung wartete auf Maik Braun. Er bekam es mit dem internationalen Topathleten Giorgi Sulava zu tun und rückte dafür sogar eine Gewichtsklasse nach oben. Braun stellte sich damit ganz in den Dienst der Mannschaft.
Bei einem sehenswerten Angriff wurde der junge RKG-Ringer allerdings vom erfahrenen Gegner gekontert. Der Kampf endete vorzeitig mit einem Schultersieg des Heusweiler Athleten.
Auch Maxim Fricatel lieferte anschließend einen Kampf, der Werbung für den Ringsport war. Das Freistil-Duell bot den Zuschauern zahlreiche spannende Situationen und sorgte für beste Unterhaltung. Am Ende gingen die 0:2 Mannschaftspunkte an Heusweiler.
Den Schlusspunkt setzte schließlich der erst 18-jährige Artur Amoyan. Der Nachwuchsringer zeigte einmal mehr, welches Potenzial in ihm steckt, und beendete den Kampfabend mit einem spektakulären Flug-Tusch. Mit einem Punktestand von 21:9 machte er den Heimsieg der RKG perfekt.
Drei Mannschaften, drei Siege!
Die RKG Reilingen-Hockenheim zeigt damit eindrucksvoll, dass die Entwicklung des Vereins auf mehreren Säulen steht. Die Nachwuchsarbeit trägt Früchte, die Oberliga ist erfolgreich und die Bundesliga-Mannschaft zeigt Woche für Woche, dass sie sich vor keinem Gegner verstecken muss.
Die RKG ist jung, sie ist heiß – und sie zeigt, was sie kann.
Mit diesem Zusammenhalt, dieser Leidenschaft und dieser Entwicklung ist die RKG auch für die etablierten „großen Vereine“ ein ernstzunehmender Gegner.
Weiter so, RKG!